Das Thema „Patienten- und Nutzerorientierung“ steht im Mittelpunkt des Pflegeforschungsverbunds NRW. Damit greift der Verbund eine der lang angemahnten Herausforderungen im Gesundheitswesen auf, die trotz zahlreicher Reform- und Anpassungsbemühungen in den vergangenen Jahren noch keineswegs hinreichend realisiert ist. Das gilt für alle Versorgungsbereiche und alle Gesundheitsprofessionen – so auch für die Pflege und das Hebammenwesen. Gerade in der Pflege harren hierzulande zahlreiche ungelöste Herausforderungen, wenn es um die Realisierung einer patienten- und nutzerorientierten Versorgung geht – sei es bei chronischer Erkrankung, bei Gesundheitseinbußen im Alter oder den Versorgungsherausforderungen, die am Lebensanfang bzw. in der Lebensphase von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zu bewältigen sind. Das hat u. a. seine Ursache darin, dass es in der hiesigen Pflege bis heute an geeigneten und evidenzbasierten Konzepten und Strategien fehlt, wie den aktuellen Gesundheitsproblemen adäquat zu begegnen und dabei Patienten- und Nutzerorientierung zu realisieren ist. Hier ist der Anknüpfungspunkt des Pflegeforschungsverbunds NRW. Er will
- zur Erarbeitung Patienten- und nutzerorientierter Pflegekonzepte beitragen. Darunter werden Konzepte verstanden, die sowohl dem Bedarf und den Bedürfnissen der Patienten bzw. Nutzer Rechnung tragen – ergo ihrer Perspektive besondere Beachtung schenken – und dabei evidenzbasierten Charakter haben.
- Darüber hinaus will der Verbund zur Erweiterung des hierzulande noch auf hands-on-nursing begrenzten Pflegehandelns beitragen. Er widmet sich daher vor allem solchen Aufgaben, die einen deutlichen Akzent auf Stärkung der Patienten- bzw. Nutzerposition und auf Patientenaktivierung setzen.
Der Pflegeforschungsverbund NRW ist einer der drei Forschungsverbünde "Pflege und Gesundheit" im Förderschwerpunkt "Angewandte Pflegeforschung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).








