Das WHO CC koordiniert den deutschen Teil der internationalen HBSC-Studie.
An der in der aktuellen HBSC-Erhebungswelle 2009/10 waren mehr als 40 Länder Europas und Nordamerikas beteiligt und für Deutschland konnte mit Ausnahme Baden-Württembergs erstmals eine bundesweite Repräsentativerhebung realisiert werden. Für detaillierte Informationen hier...
Das WHO CC unterstützt die Bestrebungen der WHO Europa, das Thema Gender in der Gesundheitsforschung zu verankern. So berät das WHO CC das internationale HBSC-Team in Genderfragen und regt Diskussionen zu dem Themenbereich an.
Als erste Meilensteine wurden folgende Schritte vereinbart:
- Innerhalb der internationalen HBSC-Gruppe wurde eine Gender Writing Group etabliert
- Für die aktuellen nationalen und internationalen Ergebnisberichte der HBSC Erhebungswelle 2009/10 wurden geschlechterbezogene Inhalte erarbeitet. So wird der nationale Bericht Mitte 2012 als Buchpublikation im Juventa Verlag mit Geschlechterschwerpunkt erscheinen.
- Im März 2012 richtet das WHO CC einen Gender-Workshop für die internationale HBSC-Forschergruppe aus mit dem Ziel, u.a. Anregungen für eine Weiterentwicklung des HBSC-Fragebogens zu erarbeiten
Es ist ein großes Anliegen des WHO CC, 1) die Ergebnisse zur Kinder- und Jugendgesundheitsforschung auch in die Praxis und Politik zu transferieren und 2)
die Praxis zu einem evidenzbasierten Arbeiten zu befähigen.
- Das erste Ziel wird in einem ersten Schritt über sogenannte Faktenblätter zu den Ergebnissen der HBSC-Studie verfolgt, mit denen über die eigene Website HBSC-Germany und die Gesundheitsberichterstattung des Bundes die Basisergebnisse an einen breiten Kreis Interessierter gebracht werden.
- Das zweite Ziel wird über die Entwicklung von Fortbildungsmodulen und -curricula verfolgt. Vor dem Hintergrund der Qualitätsdebatte in Prävention und Gesundheitsförderung, an der sich die Leiterin des WHO CC aktiv beteiligt, sollen perspektivisch Praktiker und Praktikerinnen aus dem Tätigkeitsfeld Prävention und Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter befähigt werden, Interventionen evidenzbasiert zu planen, qualitätsgesichert umzusetzen und zu evaluieren. In einem ersten Schritt wurde ein Fortbildungsangebot entwickelt, das im Rahmen eintägiger Veranstaltungen für Praktiker und Praktikerinnen die Prinzipien von Evaluation und Qualitätsentwicklung vermittelt. Diese Fortbildungsangebote, die für die Teilnehmenden bislang kostenlos sind, werden in Kooperation mit den Landesvereinigungen für Gesundheit bzw. deren Pendants durchgeführt. Im Berichtszeitraum. Darüber hinaus soll in Kooperation mit dem Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit NRW ein Online-Tutorial zum Thema Evaluation entstehen.




